Infos

Der Film spielt in der Ruine des ehemaligen Anhalter Bahnhofs in Berlin-Kreuzberg Ende der fünfziger Jahre, als die riesige Bahnhofskathedrale noch das Stadtbild zierte.
Anhalter - ein Mythos
"Berlin Anhalter Bahnhof" von diesem imposanten Wahrzeichen Berlins blieb nicht mehr als der kümmerliche Rest der kleinen Droschkenunterfahrt. 
Stab

Tonaufnahmen, Mischung Dietrich Körner
 
Schnitt
Rudi Zieglmeier
  
Regie, Kamera, Szenenbild, Animation, Vertonung
Daniel Höpfner

Assistenz
Iris Niedermeyer
  
Schlaginstrumente, Cimbalom Luigi Gaggero
  
zusätzliche Aufnahmen 
Günter Auerhammer, Dirk Rafflenbeul
Deep-Sound-System 

Kostüme
Gisela Pestalozza 

Deflickering
Optical Art Film & Special Effects GmbH   Harald Lehmann, Maggi Selchow
 
Postproduktion
Cinepostproduction
Gabriela Schultze
Online: Matthias Albrecht
Colorist: Ivar Beer  

Produktion
Phaenomenfilm-Daniel Höpfner
 
Koproduktion
HFF „Konrad Wolf“-Holger Lochau  

Dank an
Christina Schindler 
Christine und Olli Höpfner
Arne Neumann
Torsten Hauer
Atlantis SFX-Hannes Jung 
Udo Luckow 
Georg Weber
Andreas Toth
Motioncontrol von Andreas Marckscheffel
Tony Loeser 
Alfred Behrens
Basis-Filmverleih -Clara Burckner
Martin Krause 
Hans Cybinski
Detlef Willborn
Cornelia Wenzel
Mira Wunderer
P. Hermann
Franz Schwechten
Alle Helfer der „Aktion-Fitzcarraldo“ 
Kodak GmbH Berlin- Mario Rietz

 
Gefördert mit Mitteln der FFA Filmförderungsanstalt

© Phaenomenfilm / HFF “Konrad Wolf“ Potsdam–Babelsberg 2007








Synopsis:

Berlin, 23. Februar 1959, 23.23 Uhr

P. Hermann betritt die verwaiste Eingangshalle des zum Abriss freigegebenen Anhalter Bahnhofes. Mit zunehmender Verweildauer in diesem Gebäude erliegt er seinen Erinnerungen und Visionen und verschmilzt mehr und mehr mit dem Gebäude, bis es ihm schliesslich gelingt, noch ein letztes mal das erhebende Gefühl der Ankunft in der "Mutterhöhle der Eisenbahnen"(Walter Benjamin) zu erleben.





ANHALTER


 









Im Krieg wurde er zwar stark beschädigt, konnte aber den Zugbetrieb bis 1952 weiterführen, bis dann im Abrisswahn des Wiederaufbaus der Bahnhof gesprengt wurde(und mit ihm auch die anderen vier grossen Berliner Kopfbahnhöfe).

Es war diese ehemalige Hauptstadt auf dem Abstellgleis, vergessen und voller Erinnerungen an eine glanzvollere Zeit, die mich während meiner Kindheit im West-Berlin der 70er-Jahre am meisten geprägt hat. Überall entdeckte man die Spuren der Vergangenheit: Baulücken, Ruinen, Wildnis - meditative Orte. In dieser Zeit entdeckte ich die Stadt als Stadt, mit ihrer Geschichte. Unvergesslich bleiben mir die S-Bahnfahrten durch die geteilte Stadt. Mit den alten S-Bahnwagen ging es durch eine Stadtlandschaft ganz besonderer Art, u.a. durch sogenannte Geisterbahnhöfe, auf denen die S-Bahn nicht halten, sondern nur langsam durch Stationen wie "Potsdamer Platz", "Unter den Linden", "Oranienburger Strasse" rollen durfte. Diese spärlich beleuchteten Bahnhöfe zogen am Fenster vorüber wie Halluzinationen, wie Orte einer geheimen Stadt, und immer begleitet vom typischen Surren und Zischen der S-Bahn, die über die alten Gleise polterte.

Was die Mauer konservierte, diese Nachkriegsästhetik mit ihrem improvisierten Charakter, verschwindet nun zusehends.